Geschichte des Vereins

1990 wurde der Ärztliche Weiterbildungskreis für Psychotherapie und Psychoanalyse Ostbayern e. V. (ÄWK) gegründet. Damals war es Ziel des Vereins, die ärztliche Fort- und Weiterbildung in Psychotherapie und Psychoanalyse regional zu fördern und so für viele TeilnehmerInnen überhaupt zu ermöglichen. Die unzureichende psychotherapeutische Versorgung in der Region sollte verbessert werden. Ziel war es, mehr psychosomatisch versierte FachärztInnen mit Überweisungskompetenz für Psychotherapie auszubilden und genügend PsychotherapeutInnen in deren Nähe.
In der Zwischenzeit haben etwa 150 KollegInnen ihre Weiterbildung in einem der angebotenen qualifizierenden Kurse absolviert:
Das Angebot umfasste bisher 7 Theoriekurse zur Erlangung der Zusatzbezeichnung „Psychotherapie“.
Von 1999 bis 2002 wurde ein Kurs zur Erlangung der Zusatzbezeichnung „Psychoanalyse“ durchgeführt.
Außerdem hat der Verein bisher 10 Kurse zur Psychosomatischen Grundversorgung veranstaltet. Großen Anklang fand das Konzept der einwöchigen Pfingstkurse in Lam.
In den letzten beiden Psychotherapiekursen und den letzten drei Psychosomatikkursen haben wir im Rahmen eines Modellprojektes Inhalte aus dem Bereich der Sexualtherapie und Sexualberatung integriert. Es wird deutlich, dass sich das Engagement aller (ehrenamtlich) Tätigen und Lehrenden im ÄWK (ÄPWK) über die Jahre ausgezahlt hat.
Heute erleben wir eine wachsende gesellschaftliche Akzeptanz für Psychotherapie. Damit geht eine steigende Nachfrage einher. Die Psychotherapie ist heute fest im Gesundheitssystem verankert. Das bedeutet einen Strukturwandel in der Medizin.

Änderungen im Lauf der Jahre

Zu diesem Strukturwandel hat auch das 1999 in Kraft getretene Psychotherapeutengesetz beigetragen. Es stellte die Beteiligung der psychotherapeutisch tätigen Diplom-PsychologInnen an der Gesundheitsversorgung auf eine klare rechtliche Grundlage: Ein neuer Heilberuf wurde geschaffen mit einer eigenen Kammer und allen standesrechtlichen Konsequenzen.
Bereits im Kurs Psychoanalyse wurden ab 1999 in Zusammenarbeit mit dem ÄPK München auch PsychologInnen ausgebildet. Konsequenterweise werden Diplom-PsychologInnen auch als Mitglieder aufgenommen. Zeitgleich wurde der Vereinsname entsprechend in „Ärztlich-Psychologischer Weiterbildungskreis für Psychotherapie und Psychoanalyse Ostbayern e. V.“ (ÄPWK) geändert.

Struktur des Vereins

Der ÄPWK ist mit seiner überschaubaren Mitgliederzahl von ca. 50 KollegInnen ein relativ kleiner Verein. Daher kooperieren wir etwa bei der Weiterbildung von PsychotherapeutInnen mit dem ÄPK in München, bei der Ausrichtung der fachärztlichen Weiterbildung am Bezirksklinikum mit dem hiesigen verhaltenstherapeutischen und tiefenpsychologischen Ausbildungsinstitut.
Innerhalb unseres Vereins pflegen wir einen persönlichen und vertrauensvollen Umgang. Unser kollegialer Austausch hat über die Jahre eine praxisnahe Vernetzung ermöglicht. Dazu dient auch der vom ÄPWK ins Leben gerufene „Arbeitskreis Psychotherapie (in der) Oberpfalz“ (APO), ein Forum für PsychotherapeutInnen aller Schulen, das sich vierteljährlich zum kollegialen, berufspolitischen und fachlichen Austausch trifft.
Der ÄPWK verfolgte ursprünglich als Hauptziel die Weiterbildung von PsychotherapeutInnen in einem Versorgungsengpass. Bekanntermaßen besteht mittlerweile gelegentlich bereits ein Überangebot an psychotherapeutischer Weiterbildung. Diesem Wandel trägt auch der ÄPWK Rechnung.

Unsere derzeitige Ausrichtung

Wir sehen unsere Aufgabe in Zukunft verstärkt in der Fortbildung von PsychotherapeutInnen. In diesem Sinne hat sich bereits unsere „Freitagsrunde“ etabliert. In vierteljährlichem Abstand treffen sich ÄPWK-Mitglieder und interessierte psychotherapeutische KollegInnen, um Themen aus Theorie und Praxis zu besprechen. Die TeilnehmerInnen schätzen die offene und gedeihliche Arbeitsatmosphäre in dieser Runde.

Einige KollegInnen sind von der BLAEK ermächtigt und bieten Lehrtherapie und Supervision an.
Kontaktaufnahme ist möglich per E-Mail an den ÄPWK >> aepwkostbayern@aol.de

Der ÄPWK ist seit der Gründung seiner tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Orientierung treu geblieben. Gleichzeitig werden auch andere Gedanken und Methoden offen diskutiert.
Nachdem wir 2020 unseren 30. Geburtstag feiern können, dürfen wir den ÄPWK durchaus als einen Hort für tiefenpsychologische und psychoanalytische Entwicklung bezeichnen.